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Folge 95 - Flo macht nicht Party. Flo ist Party. | Florian Preimel vom Attersee

  • vor 18 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Ein früher Morgen am Attersee. Das Wasser ist glatt, die Litzlberger Insel liegt in Sichtweite und auf einem Motorboot sitzen drei Freunde, die sich seit Jahren kennen. Robert Steiner, Peter Zeitlhofer und Florian „Flo“ Preimel nehmen für Folge 95 von ned zwida nicht nur einen Podcast auf. Sie sprechen über Ideen, die groß geworden sind und sich erfüllt haben. Über Arbeit, die man von außen oft nur als Spaß wahrnimmt. Und über das gute Gefühl, aus einem Kindheitstraum etwas Eigenes gemacht zu haben.

Flo Preimel ist für viele Menschen im Salzkammergut vor allem eines: einer, bei dem immer etwas los ist. Robert Steiner hat für ihn längst eine passende Beschreibung gefunden: „Flo macht nicht Party. Flo ist Party.“ Dass hinter diesem Satz deutlich mehr steckt als gute Musik, ein Partybus und eine volle Tanzfläche, wird in dieser Folge schnell klar.


Aufgewachsen zwischen Bussen, Taxis und Unternehmergeist

Florian Preimel kommt aus Timelkam und ist in einer Unternehmerfamilie groß geworden. Reisebüro, Taxiunternehmen, Busse und Transporte prägten seinen Alltag schon früh. Während andere Kinder vielleicht vom Fußballplatz nach Hause kamen, war Flo auch im Familienbetrieb mit dabei. Seine ersten Aufgaben waren nicht glamourös: Aschenbecher in Reisebussen ausleeren, Kaugummis entfernen, mithelfen, wenn etwas erledigt werden musste.

Was bleibt, ist eine Haltung, die er bis heute mitträgt: Wer selbstständig arbeitet, kann sich die Arbeitszeiten nicht immer aussuchen. Manchmal beginnt der nächste Tag, bevor der vorige wirklich vorbei ist. Flo erzählt, dass diese Bereitschaft zur Arbeit tief in seiner Familie verankert ist – und wohl auch ein Grund dafür, warum ihn neue Projekte nicht abschrecken, sondern eher anziehen.


Preimel Movements: Ein Leben in Bewegung

Heute steht Preimel Movements für eine Vielzahl an Projekten, die auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, aber eine gemeinsame Idee haben: Menschen sollen etwas erleben.


Flo ist mit Red Bull seit vielen Jahren unterwegs, fährt Eventfahrzeuge, betreut besondere Einsätze und war mit seinem Bruder auch als Busfahrer für Red Bull Salzburg im Einsatz. Dort wurde er nicht nur zum Fahrer, der die Mannschaft von A nach B bringt. Über die Jahre entstanden Freundschaften mit Spielern, Trainern und Betreuern. Flo beschreibt es so: Man sei nicht einfach nur Busfahrer gewesen, sondern ein Teil des Teams.

Eine Geschichte bleibt besonders hängen. Beim Champions-League-Spiel von Red Bull Salzburg in Liverpool stand Flo auf dem Rasen, in unmittelbarer Nähe zu Jürgen Klopp. „You’ll Never Walk Alone“ hallte durch das Stadion. Für jemanden aus Oberösterreich, der als Kind wahrscheinlich kaum daran gedacht hätte, einmal in so einer Situation zu stehen, war das ein Moment mit Gänsehautgarantie.

Auch die Red-Bull-Markteinführung in Paris zählt zu diesen Erlebnissen. Flo fuhr mit einem alten Londoner Doppeldeckerbus durch die französische Hauptstadt. Rund um den Triumphbogen kamen Red-Bull-Minis aus ganz Europa zusammen. Ein riesiger Kreisverkehr, unzählige Fahrzeuge, Aufmerksamkeit aus allen Richtungen – und mittendrin Flo mit einem rechtsgesteuerten, alten Doppeldeckerbus.


The Bus und Luxury Bus: Wenn eine Fahrt zur Geschichte wird

Die Idee für den Partybus entstand ebenfalls aus der Red-Bull-Welt. Zunächst ging es um einen Bus für spezielle Einsätze. Dann kamen immer mehr Anfragen: Geburtstage, Polterer, Firmenveranstaltungen. Flo und sein Team erkannten, dass daraus ein eigenes Projekt werden könnte.


The Bus und Luxury Bus sind heute weit mehr als ein Transportmittel. Musik, Licht, Bar, Barkeeper und eine Gruppe, die gemeinsam unterwegs ist: Genau dieses Gefühl macht den Unterschied. Niemand fährt selbst, alle bleiben zusammen und die Fahrt wird zum Teil des Abends. Flo sagt offen, dass Musik darüber entscheidet, ob eine Party funktioniert oder nicht. Gute Playlists, ein Gefühl für den Moment und nicht zu viele Menschen, die plötzlich glauben, DJ sein zu müssen – das ist für ihn entscheidend. Gewisse Songs hat er nach unzähligen Fahrten allerdings endgültig oft genug gehört.


Atterseeboot: Aus einem Kindheitstraum wird ein Ort am Wasser

Das Motorboot war für Flo schon als Kind ein Traum. Bei einem Urlaub am Wörthersee sah er einen Mann, der mit Sonnenbrille und verkehrt aufgesetzter Kappe Menschen mit einem schnellen Boot abholte und wieder zurückbrachte. Dieser Eindruck blieb.


Viele Jahre später fährt Flo selbst Menschen über den See. Mit dem Atterseeboot bietet er Wasserski, Wakeboard, Wakesurfen und Tubing an. Dazu kam der Bootsverleih in Seewalchen, der auf eine lange Geschichte zurückblickt. Flo und sein Team haben den Standort übernommen und wollten bewusst frischen Schwung hineinbringen, ohne das Alte einfach verschwinden zu lassen.


Die traditionellen Froscher-Boote gehören weiter zum Bild. Sie wurden renoviert und mit modernen Details ergänzt. Elektroboote, Tretboote, Stand-up-Paddles und Frühstück am Boot erweitern das Angebot. Der Platz beim Strandbad Seewalchen soll nicht nur ein Verleih sein, sondern ein Sommerort für Familien, Urlauberinnen und Urlauber sowie Menschen aus der Region.


Für Florian ist Familie der eigentliche Mittelpunkt

Bei all den Bussen, Booten, Events und neuen Ideen wird klar: Der wichtigste Bereich in Flos Leben ist nicht sein nächstes Projekt. Es ist seine Familie. Mit Petra, Sarah und Marlies ist sein Alltag noch einmal anders geworden. Flo spricht ehrlich darüber, dass diese Rolle nicht immer einfach ist. Gleichzeitig beschreibt er sie als einen seiner größten Wünsche: Teil einer Familie zu sein, gemeinsam zu arbeiten, gemeinsam zu essen, gemeinsam Zeit am See zu verbringen.


Er will nicht etwas ersetzen, das bereits da ist. Vielmehr möchte er ein verlässlicher Mensch sein, ein guter Begleiter und künftig der Mann an Petras Seite. Gerade diese Offenheit macht die Folge besonders. Hinter dem energiegeladenen Unternehmer steht jemand, dem das Miteinander, der Tisch zuhause und das Gefühl von Familie sehr viel bedeuten.


Eine Vision für den Attersee

Flo liebt die Region, aber er ist nicht unkritisch. Im Wordrap spricht er über etwas, das ihm am Attersee fehlt: einen durchgehenden, sicheren und attraktiven Radweg. Andere Seen hätten vorgemacht, wie so etwas funktionieren kann. Warum also nicht auch hier?


Seine Vision ist klar: Die Schönheit des Attersees bewahren und gleichzeitig mutig weiterdenken. Mehr Möglichkeiten für Menschen, die hier leben. Mehr Angebote, die Gäste anziehen. Und Orte, an denen man den See nicht nur anschaut, sondern wirklich erlebt.


Am Ende verrät Flo noch einen Traum, von dem selbst seine Freunde bisher nichts wussten: Vielleicht steht er eines Tages als Kabarettist auf einer Bühne. Wer ihn kennt, weiß: Ganz unwahrscheinlich ist das nicht.


Folge 95 von ned zwida zeigt Florian Preimel so, wie ihn seine Freunde erleben: voller Energie, mit viel Schmäh, mit Ideen im Kopf und mit einem Blick nach vorne. Ein Mann, der nicht einfach unterwegs ist. Sondern der Bewegung in Geschichten verwandelt.


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