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Folge 90 - Kevin Maier vom Broooklyn Bay: Der Mann, der New York an den Attersee bringt

  • vor 2 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Es gibt Orte, die muss man nicht lange erklären. Man sieht sie, spürt sie und weiß: Da will man bleiben. Genau so ein Ort soll das neue Broooklyn Bay in Seewalchen am Attersee werden. Sand, Palmen, Foodtrucks, Drinks, Sunset-Vibes – und das alles an einem Platz, an dem früher nicht unbedingt jeder sofort an Urlaub gedacht hätte. In Episode 90 von „ned zwida – der Salzkammergut Podcast“ treffen Peter und Robert den Mann hinter diesem Projekt: Kevin Maier. Betreiber, Gastgeber, Gastronom, kreativer Kopf und jemand, der ziemlich genau weiß, was er tut, wenn er eine neue Location eröffnet.

Peter Zeitlhofer, Kevin Maier und Robert Steiner im neuen Broooklyn Bay Beachclub am Attersee.

Aufgewachsen mit Gastronomie im Blut

Kevin Maier ist kein Quereinsteiger, der irgendwann zufällig in die Gastronomie gestolpert ist. Er ist mit ihr aufgewachsen. Seine Eltern haben vor Jahrzehnten mit dem Bogart in Timelkam begonnen – einem Ort, der für viele Menschen in der Region bis heute mit Ausgehen, Musik, Nächten und Geschichten verbunden ist.


Spannend ist, wie alles begonnen hat: Aus einer Videothek wurde eine Bar, aus einer Idee wurde Gastronomiegeschichte. Und irgendwie zieht sich dieses Prinzip bis heute durch Kevins Arbeit. Wo andere vielleicht nur eine alte Nutzung, einen schwierigen Platz oder eine Baustelle sehen, sieht Kevin eine Möglichkeit. Beim Broooklyn Bay ist es ähnlich. Aus einem früheren Tankstellenplatz an der Nordspitze des Attersees wird ein Beachclub. Aus Asphalt wird Sand. Aus Vorbeifahren soll Ankommen werden.

Vom Salzkammergut in die Welt – und wieder zurück

Nach der Tourismusschule ging Kevin ins Ausland. England, Florida, China, Schweiz – Stationen, die ihn geprägt haben. Besonders Florida blieb hängen. Dort lernte er eine Art von Gastronomie kennen, die professionell, aufmerksam und konsequent auf Erlebnis ausgerichtet ist.

Auch Brooklyn und New York wurden zur Inspiration. Nicht als reine Kopie, sondern als Gefühl: internationale Küche, offene Konzepte, kleine Bars, Lifestyle, Charakter, Mut zur Mischung. All das findet sich heute in der Broooklyn-Welt wieder – vom Restaurant in Vöcklabruck über die Beachbar bis hin zum neuen Bay am Attersee.

Gastgeber sein kann man nicht spielen

Einer der stärksten Gedanken dieser Folge: Gastfreundschaft muss echt sein. Kevin sagt im Gespräch sinngemäß, dass der Gast sofort merkt, wenn jemand nur spielt. Gastronomie ist für ihn mehr als Essen und Trinken. Es geht um Haltung, Aufmerksamkeit, Stimmung und das Gefühl, willkommen zu sein.

Genau deshalb ist das Broooklyn Bay nicht nur als Bar gedacht. Es soll ein Ort sein, an dem Familien, Freundesgruppen, Erwachsene, Kinder und auch ältere Gäste eine gute Zeit haben können. Ein Platz zum Runterkommen. Ein Platz, an dem man den Alltag für ein paar Stunden hinten lässt.

Ein Broooklyn Bay-Beachclub am Nadelöhr des Attersees

Der Standort ist speziell. Direkt in Seewalchen, dort, wo viele Wege zum Attersee zusammenlaufen. Kevin nennt den Platz im Gespräch sinngemäß das Nadelöhr des Attersees. Wer von der Autobahn kommt, wer Richtung Weyregg fährt, wer von der Attersee-Seite kommt – viele kommen hier vorbei.

Was zuerst wie ein schwieriger Platz wirkte, wurde für Kevin mit jedem Nachdenken interessanter. Genau das ist vielleicht die eigentliche Stärke dieses Projekts: Nicht das Offensichtliche zu sehen, sondern das Mögliche.

Das Broooklyn Bay setzt auf Sand, Palmen, Holz, natürliche Materialien, Beachclub-Atmosphäre, Drinks und Foodtrucks. Kulinarisch treffen unter anderem die Broooklyn-Küche, neapolitanische Pizza und Thai- bzw. vietnamesische Küche aufeinander. Dazu kommt Frühstück ab dem Vormittag und eine Stimmung, die mehr nach Urlaub klingt als nach Alltag.

Das Salzkammergut als Paradies vor der Haustür

So lässig und international das Projekt wirkt, so stark ist diese Folge im Salzkammergut verwurzelt. Kevin spricht darüber, wie sehr er die Region schätzt. Die Seen, die Berge, die Menschen, das friedliche Leben, der Attersee direkt vor der Haustür.


Vielleicht muss man wirklich einmal weggehen, um zu verstehen, was man daheim hat. Kevin war weg. Jetzt ist er zurück. Mit Familie, mit Betrieb, mit Ideen – und mit dem klaren Gefühl, in Österreich und im Salzkammergut angekommen zu sein.

Warum diese Folge hörenswert ist

Diese Folge ist mehr als ein Gespräch über eine neue Bar. Sie ist ein Gespräch über Herkunft, Unternehmergeist, Familiengeschichte, gute Gastronomie und den Mut, einem Ort eine neue Bedeutung zu geben. Kevin Maier erzählt, wie man als Gastronom denkt, warum man langsam wachsen muss, weshalb ein sauberes WC mehr über ein Lokal verrät, als man glauben möchte, und warum ein Beachclub am Attersee genau jetzt Sinn ergibt.


Und ja: Am Ende wird natürlich auch getrunken – zumindest gedanklich. Beim Spiel „Erfinde den Drink“ entstehen passende Empfehlungen für Robert nach drei Stunden Radio Wien, für den Attersee, für Urlaub ohne Alkohol und für den offiziellen ned zwida-Sommerdrink.

Eine Folge, die nach Sommer klingt. Nach Aufbruch. Nach Salzkammergut. Und ein bisschen nach New York am Attersee..


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