Folge 79 - Stefan Brandlehner, der Geschäftsführer des neuen, geeinten Tourismusverbandes Salzkammergut
- vor 5 Tagen
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Das Salzkammergut ist mehr als eine touristische Postkartenkulisse. Es ist Sehnsuchtsort, Heimat, Weltmarke und Identitätsraum zugleich. Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich auch unser neuer Gast bei ned zwida – der Salzkammergut Podcast: Stefan Brandlehner, der neue Geschäftsführer des Tourismusverbands Salzkammergut.

Mit ihm sprechen wir in dieser Folge über eine Aufgabe, die größer kaum sein könnte. Sechs Tourismusregionen wurden unter einem Dach zusammengeführt, aus vielen gewachsenen Strukturen soll ein gemeinsames, starkes Ganzes entstehen. Das klingt nach Organisation, Strategie und Management – und natürlich geht es auch darum. Vor allem aber wollten wir den Menschen kennenlernen, der diese Aufgabe jetzt übernommen hat.
Und da wird schnell klar: Stefan Brandlehner denkt Tourismus nicht nur in Zuständigkeiten, Budgets und Kampagnen. Er denkt ihn von innen heraus. Von den Menschen. Von den Erlebnissen. Von der Frage, warum ein Gast überhaupt in eine Region kommen soll – und warum er am Ende wiederkommen möchte. Genau dort liegt auch sein Zugang: zuerst das starke Produkt, dann die Vermarktung.
Im Gespräch erzählt Brandlehner, wie er eher zufällig in den Tourismus hineingekommen ist, warum ihn Regionen schon lange faszinieren und weshalb das Salzkammergut für ihn noch einmal eine besondere Qualität hat. Nicht nur wegen seiner Berge und Seen, nicht nur wegen Kultur und Landschaft – sondern vor allem wegen der Menschen. Weil hier eine Identität spürbar ist, wie man sie anderswo kaum findet. Eine Bevölkerung, die sich mit ihrer Region stark verbunden fühlt. Und genau darin sieht er auch eine der größten Chancen.
Denn für ihn ist klar: Die Zukunft des Salzkammerguts entscheidet sich nicht nur an schönen Bildern und erfolgreichen Kampagnen. Sie entscheidet sich auch daran, ob es gelingt, die Menschen vor Ort mitzunehmen. Ob Tourismus nicht an den Einheimischen vorbei gedacht wird, sondern gemeinsam mit ihnen. Einer der stärksten Sätze dieser Folge bringt das auf den Punkt:„Wir müssen den Tourismus so denken, dass er für die Einheimischen funktioniert.“
Natürlich sprechen wir auch über die Reibungsflächen, die mit dieser neuen Struktur einhergehen. Über Sorgen, ob einzelne Regionen untergehen könnten. Über Overtourism. Über Hallstatt als Mahnung und Herausforderung. Über Mobilität im Salzkammergut und die große Frage, wie man Gäste künftig unabhängiger vom eigenen Auto machen kann. Brandlehner spricht dabei offen über Potenziale, Baustellen und die Notwendigkeit, unkomplizierte Lösungen zu schaffen, die für Gäste tatsächlich funktionieren.
Spannend wird es auch dort, wo es um Visionen geht. Brandlehner denkt das Salzkammergut nicht nur als klassische Tourismusmarke, sondern auch als starke Identitätsmarke, die künftig vielleicht noch viel breiter wirken könnte – bis hinein in Kooperationen mit Unternehmen und Produkten, die das Herz des Salzkammerguts nach außen tragen. Noch ist vieles in Bewegung, noch ist vieles im Aufbau. Aber genau das macht diese Folge so interessant: Man hört einem Menschen zu, der noch nicht mit fertigen Phrasen kommt, sondern mit Ideen, Haltung und ehrlicher Neugier auf die Region.
Dazu kommen persönliche Einblicke, die das Gespräch angenehm leicht machen: Stefan Brandlehner erzählt von seiner Weltreise, vom Eisbaden, vom Mountainbiken, vom Gleitschirmfliegen – und davon, warum er das Salzkammergut auch aus der Luft schon lange kennt. So wird aus einer Folge über Tourismuspolitik und Strukturreform vor allem ein Gespräch über Leidenschaft, Verantwortung und die Frage, wie man eine große Region weiterentwickeln kann, ohne ihre Seele zu verlieren.
Eine Folge für alle, die das Salzkammergut lieben, sich für seine Zukunft interessieren und hören wollen, wie jener Mann denkt, der in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle dabei spielen wird.
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Ich habe diesen Podcast mit grosem Interesse verfolgt und darf, sowohl euch beiden als auch Stefanf Brandlechner ganz herzlich gratulieren. Vielleicht zu meiner Person ein paar Worte: ich war 10 Jahre in St Wolfgang Kurdirektor und 7 Jahre in Strobl am Wolfgangsee Tourismusdirektor. 1987 wurde ich im Rahmen des damaligen Salzkammergutverbandes dazu berufen die Tourismusregion Salzkammergut, in Zusammenarbeit mit den Ländern Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark mit dem Sitz in Bad Ischl zu gründen, es wurde also aus dem damaligen losen Fremdenverkerhrsverband eine Tourismusregion zu der 52 Orte in 3 Bundesländer angehörten. Gratulation zu der Entwicklung die das Salzkammergut genommen hat, aber ich hoffe, dass vielleicht auch einmal wieder der Salzkammergut-Teil Ausseerland dazu kommen wird.