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Folge 75 - Cornelia Richter: die erste evangelische Bischöfin Österreichs aus Bad Goisern

  • vor 15 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Manchmal merkt man schon beim Reingehen: Das wird kein Interview, das sich mit Antworten zufrieden gibt. Wir sitzen im Büro von Bischöfin Cornelia Richter – und trotzdem beginnt das Gespräch nicht bei Akten oder Amtswegen, sondern dort, wo unsere Folgen am liebsten starten: bei der Person.



Cornelia Richter ist im Salzkammergut verwurzelt. Bad Ischl als Ausgangspunkt, Bad Goisern als Zuhause – und eine Prägung, die man nicht „abschüttelt“, selbst wenn man später in internationalen Kontexten arbeitet und ein Amt übernimmt, das Aufmerksamkeit mit sich bringt. Sie sagt sinngemäß: In Goisern ist sie nicht zuerst Amtsträgerin – dort bleibt sie „s’Dirndl vom Pfarrer Richter“. Ein Satz, der liebevoll klingt. Und einer, der ganz nebenbei erklärt, warum diese Folge so erdig bleibt, obwohl sie über große Themen spricht.


Wir reden über Heimat als Fundament: Was nimmt man mit, wenn man hinaus in die Welt geht? Was bleibt als innerer Kompass – in Momenten, in denen Verantwortung schwerer wiegt als Routine? Das Salzkammergut ist dabei mehr als Kulisse. Es ist ein Trainingslager für Haltung, für Gemeinschaft, für das Gefühl, dass man nicht alles allein tragen muss.


Dann wird das Gespräch größer – aber nicht abstrakter. Cornelia Richter formuliert sehr klar, was sie unter Glauben versteht. Nicht als dekoratives Konzept, sondern als Praxis. Einer ihrer stärksten Sätze: Theologie muss sich im Gottesdienst bewähren. Wenn sie das nicht tut, ist sie nutzlos. Das ist keine Provokation um der Provokation willen – sondern ein Anspruch an Relevanz. An Verständlichkeit. An Bodenhaftung.


Und genau dort landet man automatisch bei Themen, die viele Menschen gerade beschäftigen: Resilienz, Brüche, Angst, Zukunft. Wie geht man mit dem um, was weh tut – ohne es wegzureden? Was bedeutet „Fürchte dich nicht“ in einer Zeit, in der sich viele ganz real fürchten? Und wie bleibt man „fröhlich, mutig und zupackend“, wenn Institutionen schrumpfen, Erwartungen steigen und die Gesellschaft lauter wird?


Diese Folge ist kein Wohlfühlprogramm – aber sie ist ein Gespräch, das gut tut, weil es ehrlich ist. Weil es nicht ausweicht. Und weil es an eine Idee glaubt, die wir gerade dringend brauchen: Man muss wissen, wer man ist – und dann unbedingt ins friedliche Gespräch gehen.


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